Güteklassen Holz

- - - - - - -
Güteklassen Holz
- - - - - - -

Klassifizierung

- - - - - - -
Schnittware / Rohhobler / Stammware / Antikholz
- - - - - - -

Tegernseer Gebräuche

- - - - - - -
Tegernseer Gebräuche
- - - - - - -
Home arrow Güteklassen Holz
Güteklassen Holz

A. Nadel- & Laubhölzer
1. Farbe: Die Ware gilt
- als blank, wenn sie weder rot- noch blaustreifig, noch durch unsachgemäße Behandlung farbig geworden ist,
- als leicht farbig, wenn sie bis zu 10%,
- als mittelfarbig, wenn sie bis zu 40% der Oberfläche farbig ist,
- als faul wenn sie nicht nagelfest ist.
Bei unbesäumter Ware können Faulstellen im Maß abgerechnet werden.
  

2. Äste: Äste gelten
- als klein, wenn sie nicht mehr als 2 cm kleinsten Durchmesser,
- als mittelgroß, wenn sie nicht mehr als 4 cm kleinsten Durchmesser haben.
Nach Rund- und Flügelästen wird nicht unterschieden.
Äste bis zu 1/2 cm Durchmesser bleiben unberücksichtigt. Soweit nichts anderes bestimmt, darf der größere Durchmesser der Äste jeweils nicht mehr als das vierfache des zulässigen kleinsten Durchmessers betragen.
Feste schwarze und schwarz umrandete Äste gelten als gesund, wenn sie mindestens zur Hälfte fest verwachsen sind,
    

3. Harzgallen: Harzgallen gelten
- als klein, wenn sie nicht mehr als 1/2 cm breit und 5 cm lang sind,
- als mittelgroß, wenn sie nicht mehr als 1cm breit und 10 cm lang sind.
Gemessen wird die breiteste und die längste Stelle. Harzgallen bis zu 2 mm Breite und 2cm Länge bleiben unberücksichtigt. Das gleich gilt bei unbesäumter Ware für Harzgallen von größerer Ausdehnung, wenn sie auf der Breitseite des Brettes innerhalb einer Fläche vorkommen, die durch die Baumkante begrenzt ist.
  

4. Risse: Risse gelten
- als klein, wenn sie nicht schräg laufen, nicht länger als die Brettbreite sind und nicht durchgehen, Endrisse dürfen auch durchgehen.
- als mittelgroß, wenn sie nicht länger als die 1 1/2fache Brettbreite sind, diese dürfen auch durchgehen.
Durchgehende Schrägrisse oder Risse, welche durch Ringschäligkeit entstanden sind, gelten in jedem falle als große Risse. Kleine unbedeutende Haarrisse bleiben in allen Güteklassen unberücksichtigt. Bei unbesäumter Ware können Risse im Maß abgerechnet werden.
   

5. Baumkante: Baumkante gilt
- als klein, wenn sie nicht mehr als die 1/4 der Brettlänge beträgt und schräg gemessen nicht über 1/4 der Brettdicke mißt,
- als mittelgroß, wenn sie nicht mehr als die Hälfte der Brettlänge beträgt und schräg gemessen nicht mehr als die Brettdicke mißt,
- als groß, wenn das Brett in ganzer Länge mindestens von der Säge gestreift ist. Die Mindestdeckbreite muß jedoch die Hälfte der Brettbreite betragen.
Baumkante ist bei der Güteeinstufung auch dann zu berücksichtigen, wenn sie auf der schlechteren Brettseite vorkommt.


B. Laubholz
1. Farbe: Die Ware gilt
- als blank, wenn sie frei von Bläue jeder Art ist, vereinzelt vorkommende Anbläue, die durch einen leichten Hobelstoß entfernt werden kann, bleibt unberücksichtigt,
- als angeblaut, wenn die Anbläue nur hin und wieder (vereinzelt) vorkommt,
- als blau, wenn sie stärker blau ist,
- als verdorben, wenn sie durch unsachgemäße Behandlung schwarz geworden ist.
        

2. Äste: Äste gelten als klein
a) bei unbesäumter Ware, wenn der kleinste Durchmesser nicht mehr als 1/10 der Brettmittenbreite beträgt. Sie dürfen jedoch 2 cm Durchmesser haben;
b) bei besäumter Ware, wenn sie ohne Rücksicht auf die Brettbreite nicht mehr als etwa 3 cm kleinsten Durchmesser haben.
Der größte Durchmesser der unter a) und b) beschriebenen Äste darf nicht mehr als etwa das Vierfache des kleinsten Durchmessers, jedoch 8 cm betragen. Nach Rund- und Flügelästen wird nicht unterschieden.
Äste bis zu 1 cm kleinstem Durchmesser bleiben unberücksichtigt. Das gilt nicht für astreine Seiten.
Kleinere Zersetzungserscheinungen der Äste auf der Seite des Brettes bleiben unberücksichtigt. Feste schwarze und schwarz umrandete Äste gelten als gesund, wenn sie einseitig mindestens zur Hälfte fest verwachsen sind.
    

3. Harzgallen:
Es gilt dasselbe wie unter A Ziffer 3 gesagt. Sofern bei den einzelnen Güteklassen nichts anderes gesagt ist, müssen sie abgerechnet werden, wenn sie den normalen Verwendungszweck beeinträchtigen.
      

4. Risse:
Es gilt dasselbe wie unter A Ziffer 4 gesagt. Sofern bei den einzelnen Güteklassen nichts anderes gesagt ist, müssen Risse in Maß vergütet werden, wenn sie den normalen Verwendungszweck beeinträchtigen.

  
5. Baumkante:
Es gilt dasselbe wie unter A Ziffer 5 gesagt.

C. Altholz, Antikholz

Holzbauteile, -produkte und -materialien aus Gebäudeabbrüchen, Umbauten, Renovationen. Altholz kann naturbelassen, behandelt und beschichtet (sein. Je nach Behandlung und Beschichtung kann Altholz in unterschiedliche Klassen unterteilt werden, die nur in bestimmten Feuerungsanlagen verbrannt werden dürfen. Folgende Altholzklassen werden unterschieden:
1. Klasse A1: Unbehandeltes Holz, bzw. nur mechanisch behandeltes Holz (gesägt, gehackt etc.) ohne Verunreinigung mit holzfremden Stoffen, z. B. Bretter, unbehandeltes Naturholzmöbel (unverleimt), Brennholzreste...
2. Klasse A2: verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen oder Holzschutzmittel, z. B. Tischlerplatten, furniertes Möbel, Paneelen, Spanplatten, Parkett...
3. Klasse A3: Altholz mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung ohne Holzschutzmittel, z. B. Küchenarbeitsplatten, Möbel mit Resopalbeschichtung...
4. Klasse A4: Altholz, das mit Holzschutzmitteln behandelt wurde, z. B. Bahnschwellen, Leitungsmasten, Rebpfähle, Jägerzäune, Fensterrahmen